Dieter Steiger Die Kostentreiber von SAP

04.10.10 by Dieter Steiger

In der SAP Optimierung steckt ein grosses Potential, Kosten nachhaltig zu senken. Das Umsetzen und Betreiben von SAP Applikationen ist in den meisten Fällen teurer als nötig. Die Interessen innerhalb der SAP Community ermöglichen es, die Kosten für den SAP Betrieb dauerhaft hoch zu halten. Viele SAP Kunden haben mittlerweile den Gesamtüberblick über ihre SAP Systeme verloren. Dadurch befinden sie sich in einer Abhängigkeit von SAP oder von den im SAP Bereich spezialisierten Beratungsunternehmen. Häufig führen Architekturfehler dazu, dass Systeme zu komplex aufgebaut und folglich zu teuer betrieben werden. Teilweise fallen Lizenz- und Betriebskosten an – für Systeme, die von den Firmen oftmals nur zum Teil oder gar nicht genutzt werden. In der SAP Optimierung steckt ein grosses Potential, Kosten nachhaltig zu senken.

Aufgrund unserer Erfahrung haben wir die folgenden drei Hauptthemen als Kostentreiber identifiziert:

SAP Kostentreiber

SAP Architektur

Leider zeigt sich aus der Erfahrung, dass häufig schon mit dem ersten SAP R3 Projekt grundlegende Architekturfehler begangen werden. Diese Fehler werden dann mit jedem weiteren Projekt noch weiter ausgebaut und die Nachfolgekosten steigen und steigen. Hier spielt leider auch der gesamte SAP Beratungsmarkt mit. Von Aussen als Nicht-SAP-Berater im SAP Umfeld Beratungsleistungen anzubieten ist ein Ding der Unmöglichkeit. Spricht ein Berater nicht im SAP Dialekt, hat er von Anfang an keine Chance. So schützt sich die SAP Community gegen Einflüsse von aussen.

Als CC-Leiter ist es wichtig mit einem kritischen Blick die Optimierung gezielt und nachhaltig zu steuern. Oft fehlt es allerdings an ausreichend Erfahrung und Ressourcen. Die Komplexität von SAP R3 hat  dazu geführt, dass die meisten Kunden bezüglich Nutzung der Technologie  und Architektur eigentlich bei SAP R3 Release 3.0 (von vor  13 Jahren) stehen geblieben sind. Die Evolution von SAP R3 aber ist enorm. Die Frage ist, ob die Firmen gut daran taten, der Entwicklung zu folgen – denn die hohe Komplexität führt zu einer gutgläubigen Abhängigkeit der Kunden. Es ist bekannt, dass auch SAP selbst mit der Komplexität zu kämpfen hat – SAP ABAP versus SAP Java, Strategiewechsel des Topmanagements etc.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Wir als Optimierungsspeziallisten haben eine Methode entwickelt, um die Potenziale zu identifizieren. Wir analysieren die Architektur und das Konzept, die Implementierung und den Betrieb. Haben wir erst einmal die neuralgischen, zu optimierenden SAP Architektur Punkte identifiziert, können wir in die darunterliegende Ebene der SAP Infrastruktur und in die darüberliegende Ebene SAP ALM (SAP Application Lifecycle Management) eintauchen.

SAP Infrastruktur

Es ist immer wieder eindrücklich zu sehen, wie sich die SAP-Komplexität über die Jahre entwickelt hat. Wir analysieren alle Server, die für SAP im Einsatz stehen und hinterfragen auch wie diese Server genau genutzt werden. Nach unserer langjährigen Erfahrung wird in fast allen Fällen die SAP Infrastruktur zu aufwendig aufgebaut und in der Konsequenz zu teuer betrieben. Zusätzlich haben wir festgestellt, dass sich gezielte Optimierungen bei den SAP-Lizenzen, der Wartung und beim SAP Betrieb ebenfalls lohnen.

SAP Application Lifecycle Management

Es ist für unsere Kunden eine echte Herausforderung, neben dem laufenden Betrieb parallel noch Implementierungsprojekte und Upgrades zu managen. Auch hier agiert SAP geschickt und lanciert entsprechende Methodik-Initiativen wie in der Vergangenheit Accelerated SAP (ASAP), und aktuell mittels Run SAP. Aus unserer Erfahrung sind es aber oft genau diese Werkzeuge, die mehr der SAP als dem Kunden nützen und die für wieder höhere Kosten verantwortlich sind. Hier lohnt es sich, genau zu analysieren, welche Tools tatsächlich dem Kunden helfen, und deren Einsatz gezielt zu optimieren um die externen Beratungskosten und Wartungskosten zu managen.

SAP Kurzanalyse / SAP Quick-Check – bis zu 30% Kosten sparen

Während unserer langjährigen Erfahrung in der Beratung von SAP Betrieben und SAP Projekten haben wir gelernt, wo die neuralgischen Punkte liegen und können diese mit einer Kurzanalyse bzw. einem Quick-Check identifizieren. Erfahrungsgemäss können wir ohne viel Aufwand für SAP Kunden eine Kostenreduktion von 10-30% erzielen. Wir analysieren aber nicht bloss, sondern unterstützen unsere Kunden bei der Umsetzung der erkannten Potenziale. Da wir voll und ganz für den Erfolg unserer Kunden einstehen, sind für uns auf Wunsch auch erfolgsorientierte Vereinbarungen ein Thema.

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Dieter Steiger SAP – bis zu 30% zu teuer!

27.09.10 by Dieter Steiger

Die Erfahrung zeigt, dass das Umsetzen und Betreiben von SAP Applikationen typischerweise um 10 – 30 Prozent zu teuer ist. Geschickt positioniert SAP immer neue Systeme, deren Nutzen im Gesamtkontext des Kunden fraglich ist, und die nicht wirklich zu einer SAP Optimierung beitragen. Beispiele hierfür sind: Accelerated SAP (ASAP), SAP Netweaver und natürlich auch die Run SAP Initiative mit SAP Solution Manager.

All diese Systeme führen tendenziell zu Kostensteigerungen bei den SAP Gesamtlösungen. Aber in vielen Fällen müsste der Kunde die empfohlenen Lösungen gar nicht implementieren, da er sie nicht voll, bzw. oft überhaupt nicht nutzt. Genau hier liegt das grösste Potential in der gesamtheitlichen SAP Optimierung, nämlich in der allem zu Grunde liegenden SAP Architektur.

Gegen die Erhöhung von SAP Wartungskosten gab es vor zwei Jahren heftige Proteste. Die Wartung ist aber nur ein kleiner Kostenanteil im Gesamten. Warum wehren sich Firmen oder Vereinigungen nicht systematisch und konsequent gegen den ständigen und massiven Kostenanstieg bei SAP-Systemen? Wahrscheinlich sind sich die meisten Kunden der Optimierungsmöglichkeiten von SAP gar nicht bewusst. In der Optimierung von SAP Systemen steckt ein gewaltiges Sparpotenzial. Man muss es nur aufspüren und die neuralgischen Punkte identifizieren. Interessant ist, dass sich niemand den Themen SAP Optimierung und SAP Kostenregulierung so richtig annehmen will. User-Gruppen tauschen primär fachliche Erfahrungen aus und sind meist wenig auf die betriebswirtschaftliche und unternehmerische Optimierung von SAP-Systemen fokussiert.

Die Interessen innerhalb der SAP Community ermöglichen es, die Kosten hoch zu halten. Dem Softwarehersteller und den SAP Dienstleistern kann das nur recht sein. Unter dem Vorwand der Kostenregulierung liefert SAP immer weitere Produkte und Methoden zur „SAP Optimierung“. Oft wird leider genau das Gegenteil erreicht – die SAP Betriebskosten schnellen zusätzlich in die Höhe. Das Hauptproblem liegt im Vorhandensein des „SAP Ökosystems“. Die verschiedenen Player stehen in regelmässiger Wechselwirkung zueinander. Sie generieren gegenseitig neue Aufträge und sichern so ihre Existenz. Alle wollen auf den Zug aufspringen. Je mehr Konzepte und Lösungen SAP auf den Markt bringt, desto mehr Arbeit gibt es für die Nutzniesser des Ökosystems. Aber ist das auch das Beste für den Kunden? Fakt ist, die Investitions- und Betriebskosten von SAP werden immer weiter gesteigert. Bei einer Kostenanalyse wird SAP  sozusagen mit SAP verglichen, womit auch sonst. Auf diese Weise können neue Kostentreiber generiert werden. Aufgrund der Komplexität der SAP Systeme haben viele Kunden den Überblick verloren und geraten in eine immer grösser werdende Abhängigkeit von SAP. Den Empfehlungen der SAP Community hat man als Nicht-Experte sowieso nicht viel entgegenzusetzen. Teilweise begegnet man in der SAP Beratungswelt sogar einer gewissen Arroganz. Viele schützen ihr Knowhow dadurch, dass sie z.B. für Customization keinerlei Spezifikationen / Dokumentation liefern.  Diese Praxis ist im SAP Beratungsumfeld anscheinend Gang und Gebe. Im Non-SAP Bereich sind solche Arbeitspraktiken schlicht unprofessionell!

Beispiel eines von SAP angeheizten Kostentreibers ist die Run SAP Methodik, eine der neueren Initiativen von SAP. Zertifizierte Beratungsleistungen, meist auf Basis von SAP Technologien, werden hier an die SAP Kunden gebracht. Geschickt bringt SAP den Kunden dazu, die Run SAP Methodik zum Einsatz zu bringen und Investitionen zu tätigen. Betrachtet man die Run SAP Methodik jedoch kritisch, kann man relativ schnell erkennen, dass Run SAP primär SAP selbst (SAP als dem ERP-Standardsoftwarehersteller schlechthin) hilft, ihre Kundenbasis in Bezug auf SAP Standard Changes im Griff zu behalten. SAP integriert neue Konzepte für die Verwaltung und Steuerung von Eigenentwicklungen (natürlich nur ABAP) in den SAP Solution Manager. Unserer Meinung nach wären jedoch Impact-Analysen des SAP Customizing viel wichtiger. Bekanntlicherweise wird ja der grösste Teil einer SAP Umsetzung  mittels SAP Customizing vollzogen.

Fazit

Das Optimierungspotential in SAP-Umfeldern ist enorm. 10 – 30 % Kostensenkung sind bei den meisten SAP Anwendern realistisch. Die SAP Community schützt sich gegenseitig und ist an einer Optimierung oft gar nicht interessiert.

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