Dieter SteigerDieter Steiger Der SAP Template-Ansatz – ein Einwegprodukt?

23.10.07 by Dieter Steiger

Der permanente Kampf mit den Inkonsistenzen in den Einstellungen dezentraler SAP-Systeme Praktisch jeder SAP Anwender, der mit mehreren dezentralen Systemlandschaften arbeitet, hat Probleme, firmenübergreifend die SAP Customizing-Einstellungen konsistent zu halten. Der konventionelle Lösungsansatz führt hier zwangsläufig zu Inkonsistenzen, die immer wieder teuer, mit viel Aufwand beseitigt werden müssen. Konventioneller SAP Company-Template Roll-Out-Ansatz Bei den meisten SAP-Anwendern sieht der Ansatz so aus: Das zentrale Customizing, welches die Integrität der übergreifenden SAP Firmenstruktur sicherstellen soll, wird im zentralen SAP Template-Customizing Mandant erstellt und gepflegt. Von hier wird es mittels BC-Set und Transportmanagement-System zu den dezentralen Customizing-Entwicklungssystemen transportiert. SAP Company-Template System Landscape Durch die Aktivierung der BC-Sets im dezentralen Customizing-Mandanten wird nun das SAP Company-Template auch dezentral aktiviert. Nachfolgend wird mit dem Transportmanagement-System (TMS oder auch CTS genannt) das SAP Company-Template in die dezentrale Systemlandschaft transportiert, lokal angereichert mit weiterem "Customizing". Dieses Vorgehen führt sehr oft dazu, dass bereits mit dem ersten dezentralen Customizing, bewusst oder unbewusst, Änderungen am vorgängig verteilten, zentral unterhaltenen SAP Company-Template vorgenommen werden. Die Folge davon ist, dass das dezentrale Customizing inkonsistent zum zentral gemanagten SAP Company-Template ist. Organisatorische Massnahmen zum Schutz vor solchen Änderungen zeigen leider kaum Wirkung, die autonom handelnde dezentrale Entwicklung wird nicht technisch überwacht und kann vom System nicht gewarnt werden. Updates am zentralen SAP Company-Template können in der Folge nach dem Transport zu den dezentralen Systemlandschaften nicht mehr aktiviert werden, da sie potentiell das vorgenommene dezentrale Customizing wieder überschreiben. Um trotzdem geänderte zentrale SAP Company-Templates dezentral aktivieren zu können, bedarf es sehr grosser Abstimmaufwände. Inkonsistenzen sind praktisch „vorprogrammiert“. Im Gegensatz zur Customizing Verteilung ist das konsistente Verteilen von SAP ABAP-Entwicklungsobjekten nur eine organisatorische Frage, bei den meisten grossen SAP-Anwendern ist dies gut unter Kontrolle. SAP Company-Template Schutz mit SAP Solution-Manager Was oft nicht bekannt ist: Das Problem der Inkonsistenzen beim SAP Company Template Roll-out kann man systemtechnisch in den Griff bekommen. SAP Solution Manager bietet hierfür Hand. Mittels Einstellungen verhindert dieser, dass die Modifikationen für das Company Template in dezentralen Systemlandschaften überschrieben werden können – eine wirksame, systemtechnische Qualitätssicherungsmassnahme. Das zentrale Customizing ist damit dezentral sichergestellt und immer konsistent! Diese Art der systemtechnischen Qualitätssicherung mit SAP Solution Manager für das Roll-Out von SAP Company-Templates kann sogar eingeführt werden, wenn diverse zentrale und dezentrale Anpassungen und Roll-Outs bei einem Anwender bereits durchlaufen wurden. Eine äusserst willkommene Massnahme, denn vielfach hat dieser bereits mehrmals unter Template-Inkonsistenzen gelitten und viele Ressourcen in deren Behebung investiert. Sphere: Related Content

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