Dieter SteigerDieter Steiger Lifecycle Management – was es dazu braucht

31.10.07 by Dieter Steiger

Um wirklich den Application Lifecycle, den Zyklus über den einzelnen Entwicklungs- und Problemlösezyklen managen zu können, müssen Voraussetzungen in drei Bereichen geschaffen werden.
  1. Umfassende Unterstützung der Schritte im Entwicklungszyklus Der gesamte Entwicklungszyklus ausgehend vom Nutzer, über die verschiedensten IT-Bereiche, zurück zum Nutzer wird methodisch definiert und werkzeugtechnisch unterstützt. Dies umfasst die Entwicklungsprozesse für die eigentlichen Entwicklungsprojekte (neue und ändernde Funktionen) wie auch für die Projekte vom Betrieb (Problemlösung) ausgehend.
  2. Steuerung des Entwicklungsprozesses Der Entwicklungsprozess wird formalisiert und digitalisiert. Eine Prozess-Engine treibt den Entwicklungszyklus steuernd voran. Werkzeuge werden direkt in den Prozess integriert, mögliche Automatisierungen von Prozessschritten vorgenommen und konsistenzsichernde Massnahmen im Prozess definiert und ausgeführt.
  3. Integration der Lifecycle-Daten Alle Informationen zur Konfiguration der Objekte mitsamt ihrer Dokumentation und Abhängigkeiten, zu Prozessen und den Entwicklungsschritten werden so weit wie möglich integriert abgelegt. Diese Informationen stehen den nächsten Entwicklungsschritten in Form von Templates oder für die Impact-Analyse jederzeit zur Verfügung.
Somit kann bei jedem Evolutionsschritt einer Komponente von den Informationen über das System und den Entwicklungsprozess maximal Nutzen gezogen, Expertisen und Systeminformation wiederverwendet und das Wissen über die Systemkomplexität jederzeit, von Anfang an zur Beurteilung der Situation herangezogen werden. Mögliche Ergebnisse mit Lifecycle-Management Dass sich der Aufbau einer Lifecycle-Umgebung lohnt, zeigt die folgende, nicht abschliessende Liste möglicher Ergebnisse, die durch den konsequenten Aufbau einer Lifecycle Management-Umgebung erwartet und erreicht werden können:
  • Durch das neue Prozessmanagement wird es möglich, konkurrierende Änderungsanforderungen von Projekten (neue und ändernde Funktionen) und Betrieb (Problemlösung) zu bearbeiten.
  • Konsistenzsicherende Massnahmen werden in die Prozesse mit integriert.
  • Das Change & Configuration Management kann in Schritten, zunächst für einen einzelnen Applikationsbereich und danach für das gesamte Applikationsportfolio aufgebaut werden.
  • Es werden Doppelspurigkeiten in den Prozessen erkannt und eliminiert.
  • Die Abhängigkeit von einzelnen Know-how Träger von Applikationen oder Integrationsspezialisten wird reduziert.
  • Alle Changes haben endlich einen Change-Request.
  • Impact-Analysen können jederzeit online ausgeführt werden. Dabei werden sämtliche Abhängigkeiten logischer und technischer Objekte mit visualisiert.
  • Kostenschätzungen für Projekte und Änderungen erhalten eine aussagekräftigere Basis. Somit wird die Kostentransparenz im Portfoliomanagement erhöht.
  • Eine gemeinsame Kommunikationsbasis für Business und IT wird geschaffen und genutzt.
  • Die Fehleranfälligkeit von Neuimplementierungen wird deutlich reduziert.
  • Der Einsatz von Resourcen pro Prozess, Applikation, Service und System kann einfach erhoben werden.
  • Compliance Vorschriften können durch definierte, digitalisierte Prozessen und transparente Abhängigkeiten einfacher erfüllt werden. Eine massive Erhöhung der Transparenz wird erreicht, indem sämtliche Prozesseinformationen auf Knopfdruck ersichtlich sind.
  • Das Application Lifecycle Management wird für den Mitarbeiter nutzbringend in die tagliche Arbeit integriert.
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