Lifecycle Management – HP BTO macht’s möglich!
01.11.07 by Dieter Steiger
Dieser Artikel zeigt, wie Application Lifecycle Management für grosse SAP Installationen auf Basis der HP BTO-Lösung implementert werden kann. Die einzelnen verwendeten Softwarekomponenten sind im übrigen auf der HP BTO Website bestens beschrieben.
Komplexität der SAP Systemlandschaft
Die nachfolgende Grafik zeigt die Komplexität einer umfassenden SAP Business-Suite mit all ihren Systemlandschaften aus Entwicklungs-, Qualitätsicherungs- und Produktions-Systemen.
Business-Prozesse können über die verschiedenen ABAP-Systeme SAP CRM, SAP ERP und SAP BW hinweg ablaufen. So wird beispielsweise eine Vertriebsaktivität im SAP CRM erfasst, im SAP ERP erfolgt die gesamte Bereitstellung, Auslieferung und finanzielle Aufbereitung der Daten und nachfolgend werden im BW-System noch entsprechende ABC-Analysen gefahren.
Vorgelagert werden allenfalls noch weitere – mit SAP NDI (SAP Netweaver J2EE Development Infrastructure) erstellte – Frontendfunktionen über das SAP Portal dem Nutzer rollenbasiert zur Verfügung gestellt.

Um die Investitionen zu schützen, muss der Betrieb und die langfristige Weiterentwicklung eines solch umfassenden und technisch komplexen Systems sicher gestellt werden. Dies bedarf spezieller Massnahmen. Die hierfür notwendige Umgebung mit den zugehörigen Komponenten ist in der Grafik dunkelblau hinterlegt.
SAP Application Lifecycle Management mit HP Produkten
Für grosse SAP Kunden wurde deshalb auf Basis von HP Software-Produkten eine Lifecycle-Management-Umgebung aufgebaut. Die Rollen, die hierbei von den einzelnen Produkten übernommen werden und deren Integration sind im folgenden beschrieben.

1. Umfassende Unterstützung der Schritte im Entwicklungszyklus
Der eigentliche Entwicklungszyklus wird über die in der Grafik aufgeführten HP Produkte unterstützt. Unterstützend wird auch noch ARIS für die Business-Prozessmodellierung und Visualisierung genutzt.
Quality-Management (HP Quality Center)
HP Quality Center, durch HP PPM in die Lifecycle-Management-Umgebung integriert, stellt ein proaktives Testing sicher. Für das Testing werden so die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt erfasst, verändert und validiert. Die einzelnen Testobjekte werden dabei vom HP Quality Center verwaltet.
Business-Service-Management (HP BAC)
Die Integration von HP BAC in den Entwicklungsprozess erlaubt die Informationen zu jedem einzelnen Business-Service bei jedem Entwicklungsschritt zur Verfügung zu haben. Mehrdimensionale Auswirkungsanalysen auf Ebene Business-Service können für jede Veränderung in allen Phasen von Entwicklung und Test vorgenommen und pro Business Service sämtliche zugehörigen beschreibenden, organisatorischen und technischen Objekte eruiert werden.
SAP Solution Manager
Über die Integration von SAP Solution Manager in die Lifecycle-Management-Umgebung wird systemtechnisch sichergestellt, dass die richtigen Objekte in die SAP Systemlandschaft transportiert werden. Damit kann die Integrität der ABAP- und nicht ABAP-Objekte verschiedenster SAP Systeme über die Kombinatorik von HP PPM sichergestellt werden kann.
SOA-Management (HP Systinet)
Die Integration der Web Services Monitoring Daten von HP Systinet ermöglicht es, die Informationen aus dem aktuellen Einsatz der Business-Services in Produktion jederzeit zur Verfügung zu haben.
2. Steuerung des Entwicklungsprozesses
Zur Digitalisierung, Integration und Automatisierung der Prozesse wird HP PPM unter Ausnutzung seiner gesamten Funktionalität genutzt. Seine Stärken spielt es vor allem bei Aufgaben aus, bei welchen die Integration zwischen Prozess und Werkzeug entscheidend sind: HP PPM steuert alle Prozesse und kann mit jeder im Entwicklungszyklus eingesetzten Software kommunizieren.
HP hat leider mit der Namensänderung seiner Software Suite auf HP Project and Portfolio Management Center (HP PPM) die Anspielung auf die wirkliche Stärke aus dem Produktnamen entfernt. So positioniert sich das Produkt über den Namen nur noch für einen einzelnen Gartner-IT-Bereich: Project & Portfolio Management (PPM). Dabei widerspiegelte der alte Name Mercury IT-Governance (Mercury ITG) sehr schön, wieviel Power in diesem Produkt steckt.
- Es kann manuelle oder technische Schnittstellen und Kommunikationsebenen massiv reduzieren, wenn nicht eliminieren. Doppelerfassungen und manuelle Eingaben durch Nutzer können wegfallen, was Fehlerquellen reduziert und die Effizienz erhöht.
- HP PPM kombiniert organisatorische Prozessschritte mit technischen. So können Prozessschritte automatisiert und konsistenzsichernde Massnahmen direkt mit in den Prozess eingebaut werden.
- HP PPM stellt die Integration von SAP Solution Manager als Subprozess-Engine sicher.
- Dank HP PPM können auch sämtliche IT Betriebsprozesse in ein und derselben Weise formuliert, digitalisiert und optimiert werden.
3. Integration der Lifecycle-Daten
Die Integration über die verschiedenen Datenhaltungen der Werkzeuge hinweg stellt sicher, dass alle genutzten Services mit ihren Abhängigkeiten jederzeit bekannt sind und überwacht werden. Umfassende Impact-Analysen werden ermöglicht. Für jeden Change können damit von Anfang über die HP BAC-Integration die Auswirkungen auf die genutzten Business Services direkt ermittelt werden.
HP PPM, als Integrationswerkzeug, erlaubt es, jedem Werkzeug oder Nutzer die notwendigen beschreibenden und organisatorischen Objekte zu referenzieren und zur Verfügung zu stellen und über einen definierten Prozess die konsistente Integration der Ergebnisse sicherzustellen. Die Integration der Daten von HP PPM in die Lifecycle-Management-Umgebung ermöglicht dann die vollständige Wiederverwendung der Prozessinformationen über den Applikationslebenszyklus hinweg.
Verspricht HP zuviel?
Die Versprechen der HP BTO Marketing-Messages sind zumindest in einem SAP-Umfeld sehr realistisch zu erfüllen. Mit HP BTO kann ein sinnvolles Application Lifecycle Management pragmatisch aufgebaut und erfolgreich betrieben werden.
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