Marco GerussiMarco Gerussi PPM – Gartner sorgt für Verwirrung

11.11.07 by Marco Gerussi

Bereits in den Beiträgen "Lifecycle Management - HP BTO macht’s möglich!" und "Projektportfolio - Mehr als ein Modewort!" wurde der Produktename HP PPM thematisiert. So habe ich zwecks Schaffen einer gemeinsamen Basis auch die Definition des oft fehlinterpretierten und missverstandenen Begriff "Projektportfolio" aufgezeigt. Verwirrung um PPM Die gleichen Unklarheiten herrschen beim Thema Projekt Portfolio Management (PPM) vor. Die Softwarehersteller tun ihr bestes, um diese Unklarheiten zu stärken. Hersteller wie Computer Associates, Planview und Borland nennen ihre Lösungen Projekt & Portfolio Management und kürzen diese mit PPM ab. Selbst Gartner spricht in der neuen Studie 2007 von PPM als Project & Portfolio Management Systeme. Dabei sollte klar zwischen (Project) Portfolio Management (PPM) und Project Management (PM) Software beziehungsweise Modulen unterschieden werden. Der Begriff PPM wäre ja eigentlich klar definiert!
“Portfolio management is the centralized management of one or more portfolios, which includes identifying, prioritizing, authorizing, managing, and controlling projects, programs, and other related work, to achieve specific strategic business objectives” (Project Management Institute, The Standard for Portfolio Management, 2006, S. 5).
So ist entgegen der weit verbreiteten Meinung das Realisieren von Projekten und Programmen nicht Teil des Portfoliomanagement. Zum Projektportfoliomanagement gehören unter anderem folgende Aufgaben:
  • Bewertung von Projektideen und -anträgen
  • Unterstützung beim Erstellen von Business Cases und Machbarkeitsstudien
  • Analyse von Abhängigkeiten zwischen geplanten und laufenden Projekten
  • Koordination zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten
  • Analyse von Auswirkungen von geplanten Vorhaben und Änderungen
  • Priorisierung von Projektanträgen
  • Freigabe beziehungsweise Ablehnung von Projektanträgen
  • Gruppierung von Projekten in Portfoliostrukturen
  • Controlling der laufenden Projekte und Programme
  • Übergeordnetes Risiko-, Qualitäts-, Zeit-, Ressourcen- und Kosten-Management
  • Überprüfung des Projektportfolios hinsichtlich seiner strategischen Ausrichtung
  • Sicherung von Erfahrungswerte aus Projekten
  • Definition von Vorgaben für neue Projekte
Ziel des Projektportfoliomanagements ist es, aus Sicht der Unternehmensführung „die richtigen Projekte zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Ressourcen im richtigen Umfeld" durchzuführen. Diese Disziplin wird klar vom eigentlichen Projekt Management, sprich dem Umsetzen der Investitionen, abgegrenzt. Entsprechend war es mir wichtig, auch als Grundlage für weitere Beiträge wie "Projektportfolio - Mehr als ein Modewort!" und "PPM - Ohne Impact-Analyse nur Alibi", ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Sphere: Related Content

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