Dieter SteigerDieter Steiger SAP Templates als Firmentemplate konsolidieren – es lohnt sich!

10.03.08 by Dieter Steiger

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Systemübergreifender Template-Schutz In grossen SAP Systemlandschaften entstehen im SAP Template über den Lebensdauer der SAP Anwendungen durch lokale Anpassungen praktisch zwangsläufig Inkonsistenzen zwischen den verschiedenen Systemen. Dies kann für SAP Anwender sehr ärgerlich werden. SAP Solution Manager, richtig eingesetzt, kann dies verhindern. Dies reduziert Interventionsaufwand und Kosten – und es lässt die Verantwortlichen ruhiger schlafen. Der Ansatz, wie man SAP Templates systemlandschaftübergreifend mit SAP Solution Manager schützt, findet sich im Blog „der SAP Template Ansatz – ein Einwegprodukt“ beschrieben. SAP Company-Template System Landscape Doch bevor Firmen-Templates auf bereits eingesetzten Systemen geschützt werden können, müssen diese zunächst aus einer systemübergreifenden Sicht von Inkonsistenzen befreit werden. Es muss ein wirklich firmenübergreifendes Template erstellt werden, das diesen Namen verdient. Ohne aktiven Template-Schutz entstehen durch lokale Anpassungen meist schon mit dem allerersten Roll-Out über Systeme hinweg Inkonsistenzen. Es geht also darum, vor dem Schützen des Templates, ein allgemeines und somit erst schützenswertes Template zu schaffen - ein über die Systeme konsolidiertes und konsistentes SAP Unternehmens-Template. Das Vorgehen Mit Unterstützung der Werkzeuge von IntelliCorp und SAP-Solution-Manager kann hierbei wie folgt vorgegangen werden: Zunächst werden sämtliche Systeme der SAP Systemlandschaften mit Hilfe des Produkts IntelliCorp LiveCompare auf Inkonsistenzen zwischen den ausgerollten Templates untersucht. So werden die Doppelspurigkeiten bei Veränderungen und die Inkonsistenzen über die Systeme hinweg identifiziert und protokolliert. Massnahmen für die Erstellung und das Management eines einheitlichen Unternehmens-Templates lassen sich herleiten und die zugehörigen Change Management- und Roll-out-Prozesse, inklusive Templateschutz, können definiert und geplant werden. Die Umsetzung dieser Massnahmen erfolgt darauf unterstützt durch Solution Manager. Das „wahre“ Unternehmens-Template wird nun definiert und als Corporate Template implementiert. Lokale Template-Änderungsmöglichkeiten auf den Systemen werden für die Zukunft verhindert. Fazit In grossen SAP Systemlandschaften führt der Roll-out von Changes über die Systemlandschaft hinweg laufend zu Inkonsistenzen zwischen den auf den Systemen im Einsatz stehenden Firmentemplates. Dies hat grosse, zusätzliche Aufwände für Bereinigung oder Qualitätsprobleme beim Roll-out von Änderungen zur Folge. Statt diese Probleme als gegeben hinzunehmen, kann mit entsprechenden Massnahmen und Werkzeugen sichergestellt werden, dass diese erst gar nicht auftreten. Ein lohnender Aufwand mit sichtbarer Wirkung weit über die Informatik hinaus! Die Ergebnisse der Einführung von geschützen SAP Unternehmenstemplates sind sehr ermutigend. Sie führen in der Regel dazu, dass im Anschluss die Templates nutzbringend verfeinert und ausgebaut werden. Mit den Erkenntnissen der Template-Systemanalyse können über das Unternehmen hinweg auch Customizing-Aufgaben konsolidiert werden. Für alle SAP Objekte wird definiert, ob und wie diese zentral oder lokal verändert werden. Ein weiter Schritt in Richtung eines systemlandschaftsübergreifend konsistenten SAP Change- und Transport-Managements. Sphere: Related Content

8 Kommentare

  • 1
    Sue Massey:

    I like your writing style. Looking forward to reading more from you.

    – Sue.

  • 2
    Fritz Mosonyi (SPP):

    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Ausser vielleicht, dass LiveCompare neben der Analyse, auch hervorragend im späteren Betrieb eingesetzt werden kann. Das Tool fungiert dabei als eine Art Polizei, die die Regeln kennt und überwacht und gegebenenfalls Alert-Machanismen auslöst.
    Solche Regeln können bestimmte Customizing Einträge umfassen (Beispiel: ein Land darf nur bestimmte Auftragsarten anpassen), Namenskonventionen innerhalb der Workbench bis hin zu Entwicklungsstandards (sind kommentare vorhanden etc..).

    Fritz

  • 3
    Wolfram Bartussek:

    Eine kurze, prägnante und gelungene Darstellung eines interessanten Szenarios. In der Realität schwierig dürfte die Umsetzung der Forderung sein: „Das „wahre“ Unternehmens-Template wird nun definiert und als Corporate Template implementiert. Lokale Template-Änderungsmöglichkeiten auf den Systemen werden für die Zukunft verhindert“.
    Wer dennoch lokale Template-Änderungen – im Rahmen definierter Konventionen und Maßgaben – zulassen will oder muss, würde dann im Betrieb so verfahren, dass er die genannten IntelliCorp Tools dazu einsetzt, um in regelmäßigen Abständen eine vorgefertigte Vergleichanalyse durchzuführen. Diese deckt dann auf, ob alles noch im ‚grünen Bereich‘ ist und wenn nicht, wo unerwünschte Abweichungen festgestellt wurden. Auch so kann man ausgerollte Templates eng am Zügel führen und sich spätere unangenehme Überraschungen, z.B. bei Upgrades oder dem Einspielen von Support Packages ersparen.

    Wolfram Bartussek

  • 4
    Dieter Steiger:

    Die Aussage „Lokale Template-Änderungsmöglichkeiten auf den Systemen werden für die Zukunft verhindert“ gilt es, nicht ganz wörtlich zu nehmen. Lokal können zwar keine Änderungen an Elementen des Firmentemplates unmittelbar vorgenommen werden. Sie bedürfen neu der Kommunikation mit der zentralen Stelle, die für das Firmentemplate zuständig ist. Sehr wohl können für entsprechend begründete lokale Anforderungen Elemente für die lokale Änderung freigegeben werden. Dies passiert aber kontrolliert, dokumentiert und mit einem sauberen Corporate Template Change Prozess.

    Die Bemerkung, dass für zur Änderung freigegebene Elemente die Werkzeuge von Intellicorp erlauben, die Übersicht über vorgenommene Änderungen wieder zu erlangen oder zu behalten, ist sehr zutreffend. Im Rahmen des (SAP) Lifecycle Management ist es generell empfehlenswert, ein systemlandschaftübergreifendes aktives Customizing Monitoring unterstützt durch Intellicorp LiveCompare zu etablieren. Hierfür muss aber zunächst eine Referenz , eine „Grundordnung“, geschaffen werden. Ein definiertes, geschütztes Firmen-Template, wie im Beitrag beschrieben, stellt eine solche Basis dar. So folgt typischerweise auf die Einführung eines Firmentemplates inklusive Templateschutz ein Projekt zur Einführung eines aktiven, werkzeugunterstützten Customizing Monitorings über alle Landschaften hinweg. Ein interessantes Thema aus der Projektpraxis! Es verdient bestimmt sehr bald in einem eigenen Blogbeitrag beschrieben zu werden.

  • 5
    Der SAP Template-Ansatz - ein Einwegprodukt? | beteo blog:

    […] werden. Die Folge davon ist, dass das dezentrale Customizing inkonsistent zum zentral gemanagten SAP Company-Template […]

  • 6
    beteo - Schweiz integriert IntelliCorp Tools in deren Approach | beteo blog:

    […] Analysewerkzeuge von IntelliCorp im Zuge der Beratung ein. Mir gefällt besonders der Blog-Eintrag: SAP Templates als Firmentemplate konsolidieren ? es lohnt sich! geschrieben von Dieter Steiger, CEO von beteo. Über den Autor: Fritz Mosonyi ist Senior-Berater […]

  • 7
    Configuration Management für SAP Customizing? /// beteo:

    […] SAP Templates unternehmensweit eingesetzt und geschützt werden, ist es umso wichtiger, dass zentrale und lokale Objekte sowohl in der aktuellen Version wie […]

  • 8
    SAP Change & Transport Management - effizient und sicher /// beteo:

    […] Synchronisation und Locking von zum Company Template gehörigem Customizing […]

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