Fritz MosonyiFritz Mosonyi SAP SupportPackages einspielen und ruhig schlafen?

20.03.08 by Fritz Mosonyi

Die Ausgangslage
Das Einspielen von SAP SupportPacks im Rahmen des Change Management-Prozesses bereitet immer Kopfzerbrechen. Welche Teile der mit SAP unterstA?tzten GeschA�ftprozesse sind wirklich betroffen? Was mA?sste somit getestet werden? Sind Eigenentwicklungen betroffen? Wieviele Resourcen sind fA?r die Tests und allfA�llige Interventionen nA�tig?Dies ist nur ein Ausschnitt mA�glicher Fragen. Im Normalfall lassen sich diese leider gar nicht beantworten und so ist in der Praxis a�zAlles testena�? die einzig sichere Option. Der damit verbundene Aufwand ist jedoch so gross, dass er in der Praxis gar nicht betrieben wird.

Die Erfahrung
Was bedeutet denn a�z Alles testena�?. Alle Prozesse? Alle genutzten Teile im System? Wer hat denn eine Liste davon? Eine der hA�ufigsten Antworten von SAP Betreibern auf diese Fragen ist a�zUnsere Key User wissen das schona�?. Etwas A?berzeichnet ausgedrA?ckt lA�uft die a�zQualitA�tssicherunga�? dann so ab: das Basis Team spielt die Packages am Test-System ein, sendet darauf am Montagmorgen eine E-Mail an alle Key User, mit der Bitte zu testen und dem Zusatz a�zsollten wir bis Freitag Mittag nichts hA�ren, dann gehen wir davon aus, es wurden keinerlei Fehler gefunden und gehen livea�?. Das Ergebnis diese Vorgehens ist zur GenA?ge bekannt.

Die Zukunft
Ist es fA?r das SAP Kompetenzzentrum als Dienstleister im Unternehmen zulA�ssig, die QualitA�tssicherung beim Einspielen der Support Packages ganz zum Benutzer, also dem Kunden, auszulagern? Die Verantwortung liegt so allein bei den Key Usern. Der QualitA�tssicherungsprozess ist nicht mehr unter Kontrolle. Er kann weder A?berprA?ft noch gemessen werden. Es ist nicht verwunderlich, dass WirtschaftsprA?fer und Auditoren immer mehr auf diesen Prozess und seine Dokumentation schauen.

Eine LA�sung
Aber wie lA�sst sich dieser Change Management-Prozess kostengA?nstig und ohne groAYe Reibungsverluste anpassen und implementieren. Eine mA�gliche LA�sung besteht aus zwei Hauptkomponenten:
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  1. Schrittweise EinfA?hrung eines werkzeugunterstA?tzten QualitA�tssicherungs-Prozesses fA?r die Einspielung von Support Packs: Der bestehende QS-Prozess wird in kleinen Schritten mit jeweils sichtbarem Mehrwert erweitert.
  2. Automatisierung: Hier ist nicht allein die Automatisierung von TestfA�llen gemeint, sondern die Digitalisierung und Automatisierung des gesamten Change-Management Prozesses. Von der werkzeugunterstA?tzten Impact Analyse, A?ber die Auswahl der einzuspielenden Pakete bis hin zur Generierung der durchzufA?hrenden TestfA�lle und der allfA�lligen ProblemlA�sung.

Fazit
Die EinfA?hrung eines gezielten Testing fA?r das Einspielen von SAP Support Packs lA�sst die Verantwortlichen in Business und IT einerseits viel ruhiger schlafen, andererseits kann unter dem Strich viel Geld eingespart werden: Die SystemverfA?gbarkeit nach dem Einspielen von Support Packs wird erhA�ht und stressige Interventionen werden reduziert.

Entscheidend bei der EinfA?hrung ist, immer den gesamten QualitA�tsicherungsprozess im Auge zu behalten. Bei jeder einzelnen Verbesserung, beispielsweise der EinfA?hrung einer Impact- und Risikoanalyse, ist immer zu bedenken, dass diese einerseits in der Praxis auch wirklich von jemand durchgefA?hrt wird und sauber in den QS-Prozess eingebunden ist. So werden die Ergebnisse auch wirklich verwendet, der erwartete Nutzen tritt ein und die Prozesse werden nicht nur wegen ITIL durch begleitende MaAYnahmen gemonitored.

FA?r die eigentliche technische Herausforderung, die SAP Risiko- und Impact-Analyse, gibt es mehrere brauchbare Tools am Markt. IntelliCorpa��s LiveCompare mit dem Assessor SupportPack Template hat sich beispielsweise als flexible LA�sung bewA�hrt. Im SupportPack-QS-Prozess kann damit eine nahtlose Integration sowohl mit SAP, SAP Solution Manager, wie auch mit gA�ngigen Test-Werkzeugen, wie HP Quality Center, erreicht werden.

A?ber den Autor:
Fritz Mosonyi ist Senior-Berater und Bereichsleiter fA?r SAP-Tools beim beteo Partner SPP Wien.

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