Markus von der HeidenMarkus von der Heiden HP PPM – Von der Idee zur Spezifikation

03.04.08 by Markus von der Heiden

Optimale Vorbereitung für die Entwicklung Im Blog HP PPM – best practices als Schlüssel zum Erfolg wurden die notwendigen Vorbereitung für die Entwicklung einer Lösung auf Basis der HP BTO Tool Suite beschrieben. Diese Aktivitäten stellen zwingende Voraussetzungen für die Erarbeitung von Spezifikationen dar. In diesem Blog wird ein best practice Ansatz für die Transformation von Ideen in konkrete Spezifikationen für die Entwicklung und Konfiguration von HP PPM Lösungen beschrieben. HP PPM besteht aus mehreren Modulen, welche unter anderem folgende Geschäftsbereiche abdecken: Anforderungen - Digitalisierung der Prozesse Bei der Ideensammlung ist es ratsam, alle an der späteren Umsetzung beteiligten Prozesse zu ‚digitalisieren’. Dafür müssen alle Prozesse identifiziert, katalogisiert und spezifiziert werden. Als best practice Methode hat sich hier die folgende Herangehensweise als erfolgreich erwiesen: - Abbildung des jeweiligen Gesamtprozesses in einem BPMN (Business Process Modelling Notation). Hier werden die einzelnen Prozessaktivitäten und die daran beteiligten Rollen dargestellt. - Definition der jeweiligen Statusübergänge durch ein State Diagramm in UML (Unified Modelling Language). Hier werden die einzelnen Status und Wechselbeziehungen zu den zu treffenden Entscheidungen dargestellt. - Definition von Use-Case-Diagrammen (UML), die die Aktivitäten und Status aus den oben genannten Modellen unterstützen. Hier soll im Fliesstext ein definierter Vorgang aus Benutzersicht dargestellt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Bezeichnungen aus allen Modellen synchronisiert sind. - Definition eines Service-Kataloges. Der Service-Katalog vereinfacht die spätere Modularsierung und fasst geschäftsorientierte Services zusammen. - Zusammenfassung der oben genannten Modelle in einem Lastenheft. Vorbereitung der Implementation Nach Abbildung der Anforderungen in Form der oben genannten Modelle wird die Implementation vorbereitet. Dazu sind folgende PPM-spezifische Vorbereitungen durchzuführen: - Auswertung und Transfer der oben genannten Modelle. Bei den Auswertungen sollen die geschäftspezifischen Anforderungen in die tool-spezifischen Gegebenheiten übersetzt werden. Hierbei sollen die einzelnen Geschäftsprozesse im Zusammenhang betrachtet werden. Statusübergänge und Schnittstellen sollten spezifiziert sein. Für die Darstellung des gesamten Modells hat sich das BPMN bewährt. Abweichend vom oben genannten Modell werden hier auch die automatischen Aktivitäten abgebildet. - Definition der Request-Typen und Attribute. Prozesse werden in HP PPM durch Formulare gesteuert. Die Formulare (Request Type) müssen geschäftsprozessbezogen definiert werden. Dazu ist eine Feldliste mit den für die Implementation notwendigen Attributen anzufertigen. - Das Status-Diagramm muss den technischen Gegebenheiten angepasst werden. Status werden im HP PPM nicht 1:1 abgebildet. Sie dienen einerseits der Steuerung der anzuzeigenden Information im Formular andererseits der Analyse des Fortschritts im betroffenen Geschäftsprozess. Meist sind zusätzliche ‚technische’ Status hinzuzufügen.
Geschäfts- prozess Parameter Information Bemerkungen
Eingangs- informationen Feldliste Bestimmte Felder müssen vor Beginn der Aktivität gefüllt sein.
Aktivität A Verarbeitungs- information BPMN, Feldliste Die anzuzeigenden Felder sowie automatische Verarbeitungen
Ausgangs- information Status Diagramm, Feldliste Ausgänge der Aktivität eventuell gesteuert durch Informationen in Feldern.
Fazit: Wird eine optimale Vorbereitung durchgeführt, wird die Basis für die Definition der Anforderungen gelegt. Für die Umwandlung von Ideen in Anforderungen ist es ratsam, die betroffenen Prozesse zu digitalisieren, sprich sie zu identifizieren und mittels BPMN und UML zu beschreiben. Anschliessend können die Modelle ausgewertet, die Request Types (Formulare) sowie die Attribute definiert und das Status-Diagramm den technischen Begebenheiten angepasst werden. Die Erfahrung aus erfolgreichen Projekten hat gezeigt, dass dies der optimale Weg ist, um die Spezifikationen zu beschreiben und um die spätere Implementation von HP PPM vorzubereiten! Sphere: Related Content

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