Marco GerussiMarco Gerussi Proof of Concept: Risikominimierung fA?r SystemeinfA?hrungen

11.06.08 by Marco Gerussi

Scoping fA?r definierte Anforderungen und harmonisierte Erwartungen
Der Scoping-Ansatz ermA�glicht es bei der EinfA?hrung von Systemen, Methoden und Prozessen die Anforderungen, Erwartungen und ProjektumfA�nge zu definieren. Daraus resultieren gemeinsame Erwartungen, eine entworfene Systemarchitektur, definierte Anforderungen sowie eine konkrete Umsetzungs-Roadmap. Wird die Roadmap in mehreren Iterationen umgesetzt, werden Quick Wins erzielt und ein unmittelbarer Nutzen fA?r den Projektkunden sowie die Anwender geschaffen.

Herausforderung bei technisch komplexen Problemstellungen
Werden SystemeinfA?hrungen in technisch komplexen Umgebungen geplant, rA?cken neben der ErfA?llung der rein funktionalen Anforderungen folgende Fragestellungen in den Mittelpunkt:

  • Kann das System fehlerfrei installiert werden?
  • LA�sst sich die LA�sung in die bestehende Systemlandschaft integrieren?
  • Wie kA�nnen Installation und Integration mit der verantwortlichen Informatik-Organisation geplant werden?
  • Sind die einzusetzenden Technologien kompatibel?
  • Wie verhalten sich mA�gliche Schnittstellen?
  • Lassen sich die beschriebenen FunktionalitA�ten tatsA�chlich implementieren?
  • Wie verhA�lt sich das System im Hinblick auf die Bedienbarkeit?
  • Wird das System von den kA?nftigen Anwendern akzeptiert werden?
  • Mit welchen Kosten ist tatsA�chlich zu rechnen?
  • Welche technischen FA�higkeiten und Rollen werden fA?r die EinfA?hrung benA�tigt?
  • Kann der geplante Nutzen wirklich realisiert werden?
  • Wie steht es um die FA�higkeiten von und die Zusammenarbeit mit involvierten Partnern, Herstellern und Lieferanten?

Die aufgefA?hrten Fragestellungen sind nicht abschliessend und zeigen, dass fA?r die Beantwortung dieser erfolgsrelevanten Kriterien weiterfA?hrende TA�tigkeiten nA�tig sind. HA�ufig bestehen Unsicherheiten bezA?glich der tatsA�chlichen, vor allem technischen und organisatorischen, Machbarkeit des Vorhabens sowie der daraus resultierten beziehungsweise zu erwartenden AufwA�nde.

Proof of Concept: Risikominimierung im Entscheidungsprozess
Beim Proof of Concept (POC) handelt es sich im Kontext von SystemeinfA?hrungen um eine technische Machbarkeitsstudie. Ein POC kann als Teil eines Scopings zur A?berprA?fung der technischen und organisatorischen DurchfA?hrbarkeit von Vorhaben eingesetzt werden. Vor der DurchfA?hrung mA?ssen Erfolgskriterien und die nA�chsten Schritte definiert sein, um dem Projekt den grA�sstmA�glichen Nutzen zu erbringen. Es empfiehlt sich, bei der Erarbeitung eines POC einen Mock-up oder einen Order lasix furosemide Prototyp, welcher die KernfunktionalitA�ten aufweist, zu erstellen. Das schafft die MA�glichkeit, FunktionalitA�ten zu prA?fen, Abgrenzungen vorzunehmen und Anwender frA?h in das geplante Vorhaben zu involvieren. Ein Proof of Concept zeigt, welche Anforderungen wie abgedeckt werden kA�nnen und fA?r welche FunktionalitA�ten workarounds oder zusA�tzliche LA�sungen gesucht werden mA?ssen. Ein grosser Vorteil besteht darin, dass zukA?nftige AufwA�nde fA?r die Installation sowie Integration in die bestehende Systemlandschaft genau abgeschA�tzt und mit der zustA�ndigen Informatik-Organisation geplant werden kA�nnen.

Pilotprojekte als Leistungsmesser
Erfahrungen haben gezeigt, dass mit dem Einsatz von Pilotprojekten grosse Erfolge gezielt werden kA�nnen. Zu diesem Zweck wird der erstellte Prototyp mit einem limitierten Umfang in der produktiven Umgebung eingesetzt. DafA?r bestehen unter andere folgende MA�glichkeiten:

  • limitierte Benutzergruppe
  • limitierter Funktionsumfang
  • limitierte Prozessabdeckung
  • limitierte und/oder isolierte Systemumgebung

Ziel eines Pilotprojektes ist die erweiterte PrA?fung, ob das erstellte System in der konkreten Anwendung die Erwartungen erfA?llt, die Anforderungen abdeckt und den erwarteten Nutzen erzielen kann.

Iteationen_Scoping_POC

Fazit:
Ein Proof of Concept bietet die MA�glichkeit, fA?r geplante SystemeinfA?hrungen die technische Machbarkeit zu prA?fen und die Zusammenarbeit mit und die FA�higkeiten von Herstellern, Partnern und Lieferanten zu evaluieren. ZusA�tzlich kA�nnen die zu erwartenden AufwA�nden fA?r die Installation sowie die Integration in die bestehende Systemlandschaft kalkuliert und mit zustA�ndigen Informatik-Organisation geplant werden. Vor der DurchfA?hrung mA?ssen Erfolgskriterien und die nA�chsten Schritte definiert sein.

Es empfiehlt sich, fA?r die KernfunktionalitA�ten, welche den grA�ssten Nutzen stiften, einen Prototyp zu erstellen. Damit entsteht durch die frA?hre Involvierung der Anwender ein weiterer Vorteil; die Bedienbarkeit sowie die Benutzerakzeptanz kann zeitig beurteilt werden. Wird der Prototyp im Rahmen eines Pilotprojektes, zum Beispiel mit eingeschrA�nkter Benutzergruppe, eingeschrA�nkten Funktionsumfang, einer eingeschrA�nkten Prozessabdeckung oder in einer isolierten Systemumgebung, getestet, A�wird A?berprA?ft, ob der erwartete Nutzen auch wirklich realisiert werden kann. Mit einem Proof of Concept werden Fakten und Grundlagen erarbeitet, um das Risiko fA?r falsche Entscheidungen bei geplanten SystemeinfA?hrungen zu minimieren!

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