Gerd Fladrich Testmanagement – Qualität bei geringen Kosten

07.07.08 by Gerd Fladrich

Die drei wichtigsten Bausteine, um mit Test Management das Ziel „hohe Qualität bei geringen Kosten“ zu erreichen, sind aus meiner Sicht: die passenden Methoden, das richtige Staffing und die geeigneten Werkzeuge zum jeweils besten Zeitpunkt. Wenn einer dieser Bausteine nicht genügend gewichtet wird, kommt es schnell zu einem Scheitern des Projektes.

Idealerweise gibt das Werkzeug, ohne dabei zu sehr einzuengen, schon die passende Methode mit auf den Weg und erlaubt eine Planung der Ressourcen und der Testphasen. Ich habe Projekte erlebt, bei denen alle Beteiligten mit hoher Motivation und guten methodischen Ansätzen gestartet sind, aber sehr schnell an den Werkzeugen gescheitert sind. Wobei der worst case immer ein Spreadsheet-getriebenes Projekt ist. Ganz nach dem Motto: „Hast Du das nicht getestet? Ich habe doch in das Excel geschrieben, dass Du das machen sollst … dachte ich. Oh, sorry, es liegt noch auf meinem Rechner, hatte es wohl nicht hochgeladen …”.

Oder auf der anderen Seite, dass das beste Werkzeug verwendet wurde, aber man versäumt hat, die Kollegen zu informieren, dass sie damit was machen sollten!

Was muss ein Werkzeug also können, um einen durchgehenden Qualitätsmanagement-Prozess abzubilden und ihn für alle transparent zu halten? Aus meiner Sicht muss es

  • eine einfache und intuitive Bedienung zulassen,
  • webbasiert sein, also global einsetzbar, ohne großen Installationsaufwand,
  • erlauben, Anforderungen zu erfassen, zu kategorisieren und auszuwerten,
  • Risikobewertungen ermöglichen,
  • zulassen, Rechte und Rollen zu verwalten,
  • ermöglichen, Aufgaben zuzuordnen,
  • Testfälle erfassen, verwalten und ausführen lassen,
  • eine Release-Verwaltung einfach ermöglichen,
  • die Möglichkeit haben, Fehler zu erfassen und in einem Workflow verfolgbar zu machen,
  • erlauben, Auswertungen über einzelne Phasen und auch über das gesamte Projekt einfach zu erstellen,
  • alle Entitäten miteinander verlinken können. Gefundene Fehler sollen einem Testfall oder einer Anforderung zugeordnet werden können,
  • Testautomatisierung ermöglichen – früh durch Service Tests oder auch spät bei einer GUI-Automatisierung,
  • offene Schnittstellen zu anderen Werkzeugen haben.

Alle Beteiligten sollten ohne großen Schulungsaufwand die Lösung mit einer hohen Akzeptanz einsetzen können.

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, werden Sie jetzt vielleicht denken: „Okay, das alles kann Excel nicht, aber kann das wirklich ein anderes Werkzeug?“. Eines, das für mich diese Anforderungen erfüllt, ist Quality Center von HP, ursprünglich von Mercury Interactive.

Was mich besonders daran begeistert ist, dass es zudem noch enorm Spass macht damit zu arbeiten und es mir grossen Erfolg in meinen Qualitäts- und Testmanagement-Projekten bringt.

Über den Autor:
Gerd Fladrich ist Testmanagement Experte bei Fladrich Consulting, Pliening bei München, einem beteo Partner im Bereich Qualitätsmanagement und Test.

Sphere: Related Content

2 Kommentare

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>