Josef Huber Conigma DEVSYNC erleichtert parallele SAP Entwicklungen

17.12.08 by Josef Huber

Parallele Entwicklungslinien

Immer mehr Unternehmen entwickeln und pflegen – oft mit unterschiedlichen Mitarbeiterteams – ihre SAP Systeme, indem sie zwei verschiedene Entwicklungstypen parallel verfolgen,

  • eine Release- oder projektorientierte Entwicklung: hierbei werden neue Funktionalitäten über einen längeren Zeitraum entwickelt und zu einem bestimmten Zeitpunkt in den produktiven Zustand versetzt –
  • und ein „Continuous Development“: hierbei werden Change Requests und Fehlerbehebungen unmittelbar nach Fertigstellung und Test in den produktiven Zustand versetzt.

Risiko bei Produktivsetzung

Für die Realisierung dieses Ansatzes werden oft sogenannte 5-System SAP Landschaften eingesetzt, die über zwei SAP Entwicklungssysteme (Wartung/Pflege und Projekt/Release), zwei SAP QA-Systeme (ebenfalls Wartung/Pflege und Projekt/Release) und ein Produktionssystem verfügen. Zum Zeitpunkt der Produktivsetzung eines Projekts oder einer neuen Release ist es dann notwendig, die Änderungen, die auf der Wartungslinie implementiert wurden, mit dem neuen Projekt oder der Release zusammenzuführen (Merge).

Frühe Synchronisation mit Conigma DEVSYNC

Die neue Lösung Conigma™ DEVSYNC erlaubt eine Synchronisation von SAP Systemen. Es werden die Unterschiede zwischen zu synchronisierenden Systemen ermittelt und über eine graphische Benutzeroberfläche angezeigt. Zusätzlich können auch alle identischen Objekte angezeigt werden. Basis für die Ermittlung des Unterschieds kann der Zeitpunkt der letzten Synchronisation oder auch ein frei gewählter Zeitpunkt sein. Wird zusätzlich Conigma CCM genutzt, sind für die Berechnung des Unterschieds zusätzliche Filter wie betroffenes Release, nur Change Requests mit einem bestimmten Status möglich. Conigma™ DEVSYNC generiert aus der berechneten Differenz dann automatisch Transportaufträge für alle Objekte, die sich nur auf einem der SAP Systeme geändert haben, die anschließend zur Synchronisation importiert werden können. Außerdem werden Kollisionen aufgezeigt, deren Auflösung nur durch den Anwender durchgeführt werden können.

Regelmässiges Synchronisieren von Entwicklungslinien

Während der Entwicklung eines Projekts oder eines Releases kann nun in beliebigen Abständen das Entwicklungssystem der Projektlinie auf den letzten Stand des durch das Continous Development sich verändernden Produktionsystems gehoben werden. Probleme, die verursacht werden, wenn an denselben Objekten auf beiden Linien Änderungen unabhängig erfolgen, können bereits lange vor der eigentlichen Produktivsetzung des Projekts erkannt und beseitigt werden. Dies Produktivsetzung des Projekts, das sogenannte Release Cut-Over, kann damit in kürzester Zeit automatisiert erfolgen.

Einsatz von Conigma DEVSYNC

Dank neuartiger Werkzeugunterstützung mit Conigma DEVSYNC von Galileo Tools können die Probleme von parallelen Änderungen bereits früh im Entwicklungs- und Testprozess erkannt werden. Fehler, die sonst erst bei der Produktivsetzung erkannt werden, können vermieden und deutliche Kosten- und Zeiteinsparungen erzielt werden.

Über den Autor: Josef Huber ist Geschäftsführer des beteo Parntners und SAP Change und Transportmanagement Lösungsanbieters Galileo Tools, München.

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2 Kommentare

  • 1
    Marco Maier:

    Endlich mal eine sinnvolle Lösung für dieses doch sehr häufig vorkommende Problem.

    Marco Maier,
    freier SAP System Architekt

  • 2
    Josef Huber:

    Vielleicht sollte ich dieses hier nochmals betonen: Conigma DEVSYNC kann sowohl ohne die Change-, Release und Transport Management Lösung Conigma CCM eingesetzt werden, wie auch in Verbindung mit dieser.
    In Verbindung mit Conigma CCM lassen sich zu synchronisierende Release-Stände wesentlich treffsicherer behandeln, da zusätzliche Filteroptionen zur Verfügung stehen, beispielsweise:
    Synchronisiere nur die Änderungen der Wartungslandschaft, die bereits den Status “QA Approved” haben mit dem Entwicklungsstand der Release 2.1, die in 3 Monaten Live gehen soll.

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