SAP Transport-Management: SAP Application Lifecycle Management soll es nun richten?

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SAP Transport-Management: SAP Application Lifecycle Management soll es nun richten? Unglücklicherweise hat SAP auch mit dem kürzlich herausgegebenen SAP cCTS (central Change and Transport System) das SAP Transport-Management nicht unter Kontrolle. In meinem Blog „SAP Change & Transport Management – effizient und sicher“ (INSERT LINK) habe ich auf die Anforderungen an ein effektives SAP Transport-Management aufmerksam gemacht. Leider ist SAP cCTS, wie auch sein Vorgänger SAP CTS+, erneut nur eine Tool-Lösung, welche die wirklichen Herausforderungen und die daraus resultierenden Anforderungen ausser Acht lässt. Das SAP Transport-Management befindet sich bekanntermaßen im Software Change Prozess. Zu beachten ist hier, dass in heterogenen Software-System-Landschaften der Begriff Transport-Management unbekannt ist. Dort spricht man von Deployment-Management. In anderen State-of-the-Art Software Entwicklungs-Umgebungen ist fortwährend bekannt, welche Software in welchen Deployment-Paketen enthalten ist. Im Bereich des SAP Transport-Management ist dies aufgrund der fast 20 Jahre alten Basis-Architektur leider nicht mehr feststellbar. Der SAP ALM (Application Lifecycle Management) Prozess bietet auch keine Lösung des Problems. Die einzelnen Insel-Lösungen des SAP ALM entsprechen in keiner Weise dem Standard gegenwärtiger State-of-the-Art Software-Entwicklungs-Verfahren. Ein Beispiel: Anforderungen für die Umsetzung in einem ABAP-System werden bis heute nur spärlich dokumentiert (Anforderungsspezifikation ist ein Prozessschritt innerhalb des SAP Change Request Management, kurz SAP ChaRM), geschweige denn findet man einen direkten Bezug zum SAP Customizing / SAP ABAP-Entwicklungsobjekten in den SAP Transportaufträgen. Betrachtet man SAP ALM kritisch, muss man feststellen, dass SAP auf intelligente Weise einzelne „Module“ im SAP Solution Manager zum SAP ALM Prozess orchestriert. Die Herausforderung besteht darin, die einzelnen Module mittels Schnittstellen zusammen zu bringen. Das oben aufgeführte Beispiel zeigt, dass innerhalb des Software-Entwicklungs-Prozesses für SAP-Systeme zu viele Informationen über die Schnittstellen der einzelnen Software-Entwicklungs-Schritte verwendet werden. Daraus resultiert ein bedeutsamer Qualitätsverlust. SAP deckt mit dem Solution Manager (Solution Manager 7.1, aktuelle Version) auf einer hoch angesetzten Anforderungs-Checkliste (Checklistensoftware) offensichtlich alle Punkte ab. Bei genauerer Analyse der einzelnen Module stellt man allerdings fest, dass durch die fehlende Durchgängigkeit der Informationsflüsse immense Qualitätseinbussen in Kauf genommen werden müssen. Fazit Auf raffinierte Art versucht SAP, die Kunden von der Plattform des SAP Solution Manager zu begeistern. Allerdings entspricht das im SAP Solution Manager abgebildete SAP ALM-Verfahren nicht den heutigen Software-Entwicklungs-Standards. Meiner Meinung nach sollte SAP sich überlegen, wie sie ihren Kunden eine Solution Management Plattform zur Verfügung stellen kann.