E2E SAP Testing – Halbwegs unter Kontrolle?

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In vielen Blog-Beiträgen haben wir die Defizite im SAP Testing diskutiert. Änderungen an einem bestehenden System sind an der Tagesordnung. Immer wieder werden Fehler korrigiert, Customizing und Programme müssen angepasst, neue Funktionen ausgerollt werden. Auch technische Änderungen wie Hot Fixes und Service Packs müssen installiert sowie Upgrades durchgeführt werden. Angesichts der grossen Anzahl von Änderungen sind Testing-Probleme das Letzte, was man sich wünscht. Die meisten SAP-Kunden haben sich damit jedoch arrangiert und beheben die Probleme im Zusammenhang mit unzureichend oder unvollständig getesteten Änderungen reaktiv – inmitten des Applauses des Business.

Spezialisierte Beratungsunternehmen wie FocusFrame sowie Hersteller von Testing-Software wie HP, Panaya, IntelliCorp, IBIS und vor allem SAP haben sich dieses Themas angenommen.

Was bedeutet das im Detail?

  • Der erste Schritt besteht darin, zu analysieren, welche SAP-Transaktionen und Programme von der Änderung betroffen sind. Dieser Schritt wird meist als Change Impact Testing bezeichnet und wird durch spezialisierte Produkte wie HP Change Impact Testing (CIT) for SAP, SAP Test Automation and Optimization (SAP TAO) sowie IntelliCorp LiveCompare unterstützt.
  • Sobald die betroffenen Transaktionen bekannt sind, muss festgestellt werden, welche Testing-Szenarien notwendig sind. Die Testing-Szenarien werden identifiziert und dem Test-Management-Tool zur Verfügung gestellt.
  • Trotz der Systemunterstützung und Testszenarienreduktion sollten die Testing-Szenarien aufgrund ihrer Vielzahl einen weiteren Filter durchlaufen. Dieser Schritt wird weithin als Risk Based Testing bezeichnet.
  • Dann führt das Test-Management-Tool die gefilterten Tests automatisch aus. Die Ergebnisse werden ausgewertet und bei Bedarf wird der Defect-Management-Prozess gestartet und überwacht.

Von Transport-Paket-Testing bis zum echten E2E-Testing
All das klingt recht einfach und logisch. In der Praxis ist die Einrichtung und der Betrieb einer solchen Umgebung jedoch durchaus eine Herausforderung. SAP ist sich dessen bewusst und arbeitet an einer Lösung mit dem neuen Business Process Change Analyzer (SAP BPCA), um echtes E2E-Qualitätsmanagement zu ermöglichen.

Die korrekte Implementierung von SAP E2E Testing wird das bisher schwache SAP-E2E-Qualitätsmanagement zum Vorzeigemodell für andere Unternehmenssoftware-Lösungen machen. Der Nutzen eines konsequenten, umfassenden Testings für SAP-Landschaften kann kaum überschätzt werden.

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