Ähnliche Unklarheiten wie beim Begriff „Portfolio Management“ sind beim Begriff „Project Portfolio Management“ zu beobachten. Software-Anbieter, die auf Trendwellen reiten wollen, tun ihr Bestes, um diese Unklarheit zu verstärken. Marktteilnehmer scheuen sich nicht, ihre Lösungen „Project & Portfolio Management“ (PPM) zu nennen.
Gartner verwendet in seiner neuesten Studie PPM zur Kategorisierung von Project & Portfolio Management und bündelt dabei zwei Disziplinen: PPM (Project Portfolio Management) und PM (Project Management). Dies führt dazu, dass einfache Projektmanagement-Tools mit geringer Portfolio-Funktionalität plötzlich als PPM bezeichnet werden.
Project Portfolio Management ist jedoch klar definiert: Es ist die zentralisierte Verwaltung eines oder mehrerer Portfolios, die die Identifizierung, Priorisierung, Genehmigung, Verwaltung und Kontrolle von Projekten und Programmen umfasst, um spezifische strategische Geschäftsziele zu erreichen.
Fazit: Project Portfolio Management deckt im Gegensatz zur Gartner-Definition keine Implementierungsaspekte von Projekten und Programmen ab. Es ist eine eigenständige Managementdisziplin, die klar von der Projektdurchführung zu trennen ist.