16. Jahrhundert. Die Augen eines Archäologen durchsuchen ein Feld. Er fragt sich, wo er anfangen soll zu graben. In seinem Leben hat er noch einige Jahre. Welcher Bereich würde aus seiner Erfahrung heraus die Chance einer Entdeckung bieten? Dann bemerkt er einen Baum. Zum Wachsen braucht er Nährstoffe, also könnte darunter etwas sein. Das weiss er aus Erfahrung.
Als er zu graben beginnt, stösst er auf ein kleines Haus einer eher armen Familie. Enttäuscht gibt er auf.
200 Jahre später wird ein grösseres Ausgrabungsprojekt gestartet. Die Siedlung erweist sich als wichtigste Informationsquelle über vergangene Zeiten.
SAP
Wer mich kennt, weiss meinen Schreibstil, der zur Übertreibung neigt. Nehmen wir ein typisches SAP-Projekt, zum Beispiel ein Release-Upgrade. Unterscheidet sich gar nicht so sehr von der Geschichte des unglücklichen Archäologen. Am Anfang weiss man oft wenig über ein System. Alles scheint unter der Erde zu liegen. Man fragt sich, wie man den Release-Wechsel angehen soll, und auf Basis welcher Informationen man eine Prognose wagen kann. Was wird während des Projekts passieren? Wenn man Glück hat, haben die Berater fundierte Kenntnisse des Systems und der darauf implementierten Prozesse. Wenn nicht, überschreitet das Projekt fast typischerweise seinen Umfang in den zwei Achsen Zeit und Budget. Da wichtige Projektphasen wie Testing und Endbenutzer-Schulung zugunsten der Implementierungsphase vernachlässigt werden, entsteht ein Qualitätsproblem. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die dritte Achse: die Benutzerakzeptanz.
Der Ausweg
Typische SAP-Projekte wie Upgrades werden nach dem Wasserfallprinzip geplant. Dabei wird ein wichtiger Schritt dieser Methode massiv vernachlässigt: die Anforderungsanalyse, auch als Gap-Analyse bekannt – mit anderen Worten die Frage: «Wie hat SAP UNSEREN spezifischen Standard beeinflusst?» Wenn man diese einfache Frage bezogen auf eine SAP-Landschaft umfassend beantworten will, ist die einzige Lösung des «Problems» einer so umfangreichen Analyse ihre Automatisierung.
Wie gelangt man in kürzester Zeit zu qualitativ hochwertigen und vollständigen Informationen?
Es gibt eine Reihe von Anbietern, die Analysetools anbieten, von SAP Consulting über RBE bis zu IntelliCorp. Jedes dieser Tools fokussiert auf einen bestimmten Aspekt und hat daher seine individuelle Stärke.
IntelliCorps Assessor Template für SAP Upgrades adressiert das Problem auf einer breiten Basis. Das Tool bietet eine Vielzahl von vollautomatisierten Analyse-Workflows. Innerhalb weniger Tage – durchschnittlich drei – liefert es umfangreiches Material für eine detaillierte Planung des Upgrade-Projekts. Als Nebeneffekt bietet das Ergebnis der Implementierungsmannschaft eine solide Grundlage. Die hohe Flexibilität macht es zu einem geeigneten Tool für alle SAP-Anwendungen, einschliesslich kommerzieller Lösungen, Integration von Drittanbieter-Software oder eigener Namensräume in der Workbench.
Über den Autor: Fritz Mosonyi ist Senior Consultant und Bereichsleiter für SAP-Tools beim beteo-Partner SPP Wien.